Ortsverein Malsch e.V.

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SPENDENÜBERGABE IM AHRTAL Am 14. Juli 2021 trat durch Unmengen von Starkregen die Ahr über die Ufer, zeitgleich schoß das Wasser von den umliegenden Bergen ins Tal und sammelte sich meterhoch im Ahrtal. Menschenleben, Existenzen, Häuser, Straßen und Brücken sind dieser Flut zum Opfer gefallen. Nur wenige Tage später wurde das Spendenkonto des DRK Ortsvereins Malsch e.V. freigeschaltet und Spendenaufrufe in der lokalen Presse und den sozialen Medien wurden geschalten. Am 23.07.2021 und am 30.07.2021 wurden an der Malscher Stadtmühle Spendenaktionen durchgeführt. Die Hilfsbereitschaft und die Solidarität der Malscher Bevölkerung gegenüber der Flutopfer war vom ersten Moment an überwältigend. Es gab auch von Anfang an viele Anfragen seitens der Malscher Mitbürgerinnen und Mitbürger, ob das DRK Malsch denn auch Sachspenden entgegennehmen würden. Die Verantwortlichen des Malscher Roten Kreuzes standen zu diesem Zeitpunkt bereits in engem Kontakt mit den Organisatoren vor Ort, von wo stets die Rückmeldung kam, dass Hilfsgüter in ausreichender Menge vorhanden sind und aufgrund der fehlenden Infrastruktur die Verteilung dieser Hilfsgüter ein enormes Problem darstellt. In den darauffolgenden drei Monaten konnte über das Spendenkonto und die Spendenaktionen die überwältigende Summe von 20.000 Euro gesammelt werden. Wie bei vielen Hilfsaktionen in den Jahren zuvor, war auch dieses Mal das oberste Ziel, das gesammelte Geld an Opfer der Flutkatastrophe direkt zu übergeben und gleichzeitig sicherzustellen, dass jeder Cent des Geldes auch direkt dort ankommt. Dies konnte der DRK Ortsverein Malsch e.V. nur gewährleisten, indem eine Spendenübergabe vor Ort an besonders Betroffene organisiert wurde. Unterstützt wurde der Ortsverein von Herrn Michael Schwall aus Malsch Sulzbach, der durch seinen privaten Hilfseinsatz im Ahrtal, Kontakte mit Betroffenen, den Hilfsorganisationen vor Ort und dem stellvertretenden Bürgermeister einer der betroffenen Ortschaften knüpfen konnte. So lag dem DRK Malsch eine Liste von Familien vor, die ganz besonders schlimme Schicksalsschläge durch die Flutkatastrophe erlitten hatten. Mit diesen wurde dann ein Termin zur Spendenübergabe vereinbart. Von den Ausmaßen der Flutkatastrophe konnten sich sechs Helfer des DRK Ortsvereins Malsch e.V. nun am Samstag, den 30.10.2021 - über drei Monate nach dem Ereignis - ein Bild vor Ort machen. In den am meisten betroffenen Orten ist auch ein viertel Jahr nach der Flut an Normalität nicht zu denken. Feuerwehrfahrzeuge von Nah und Fern leisten technische Hilfe, unzählige freiwillige Helfer sammeln Müll entlang des Ahrufers, andere Ehrenamtliche verteilen zu Fuß Kaffee und Kuchen an die Einsatzkräfte aus einem Bollerwagen, Essensausgabestellen bereiten warme Mahlzeiten für die Helfer und die Betroffenen zu und die überall sind die Anwohner am Arbeiten und am Wiederaufbauen. Die sechs Helfer des DRK Malsch fuhren, gemeinsam mit Herrn Schwall, in zwei Einsatzfahrzeugen ins Ahrtal und besuchten die ausgewählten betroffenen Familien einzeln. Das dauerte von Abfahrt in Malsch bis zur Rückkehr in Malsch 14 Stunden. Die Malscher Rotkreuzler waren sich schnell einig, dass alle Bilder die man in den Medien gesehen hatte, nicht annähernd das Ausmaß der Katastrophe widerspiegeln konnten. Die gesehenen unendlich hohen Schäden und die Berichte der Betroffenen über deren ganz persönliches Schicksal verursachte bei den Helfern eine getrübte und nachdenkliche Stimmung, jedoch überwog die freudige Gewissheit, mit der Übergabe der Spenden der Malscher Bevölkerung hier den einzelnen Betroffenen ein Stückchen Hoffnung zur Normalität zu übergeben. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die durch ihre Spende uns geholfen haben den Flutopfern zu helfen. Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfer der DRK OV Malsch e.V., die bei den Hilfsaktionen an der Stadtmühle vor oder hinter den Kulissen mitgeholfen und organisiert haben, bei allen die durch ihre Kuchen- und Tortenspende die Aktionen unterstützt haben, bei der Metzgerei Kastner für die Spende der gesamten Bratwürste an beiden Aktionstagen und bei Herrn Michael Schwall für die Vermittlung der Kontaktadressen und die Unterstützung vor Ort im Krisengebiet.